Fallstudie

Verdopplung des EBITDA eines internationalen Generatorenunternehmens

Ursprünglich wandte sich dieses Generatorenunternehmen an Efficio, um besser zu verstehen, warum die Verlagerung seiner britischen Produktionskapazitäten nach Südosteuropa nicht zu den erwarteten Einsparungen geführt hatte. Eine grundlegendere Überprüfung förderte dann aber andere Aspekte seines Einkaufsprogramms zutage, das dringend einer Umstrukturierung bedurfte.

Die gründliche Beurteilung der bestehenden Einkaufs- und Lieferkettenabläufe des Klienten – samt Produktionsstrategie, Bedarfsplanung sowie interner Aufgaben und Verantwortlichkeiten – führte zu einer Neugestaltung des Einkaufsprogramms, wobei größeres Augenmerk auf die langfristigen Beziehungen zu strategischen Lieferanten gelegt wurde. Efficio brachte neue bewährte und verlässliche Lieferanten aus China ins Spiel und arbeitete gemeinsam mit dem Klienten am Entwurf und der Umsetzung eines mehrphasigen Beschaffungsprogramms.
 

Hintergrund

Das Unternehmen baut Generatoren für den weltweiten Energiemarkt. Es bietet eine Reihe aktiver und passiver Stromlösungen von kleineren Geräten wie Generatoren für nächtliche Autobahnwartungen bis hin zu großen Notstromaggregaten für Krankenhäuser oder Datenzentren.

Der Klient fertigt seine Produkte in Werken in Großbritannien, Südosteuropa, Indien und China. In der Hoffnung, in einer moderneren Fertigungsanlage und zu geringeren Herstellungskosten zu produzieren, verlagerte er im Jahr 2018 den Großteil seiner britischen Fertigungskapazitäten an seinen südosteuropäischen Standort. Obwohl die Verlegung die Kosten bestimmter Bereiche tatsächlich senken konnte, stellten sich die Einsparungen als geringfügiger heraus als erwartet. Der CEO hatte erkannt, dass die fortgesetzte Verwendung der alten britischen Lieferkette – die zunächst herangezogen worden war, um einen lückenlosen Übergang zu gewährleisten – einer kosteneffizienteren Beschaffungsstrategie zuwiderlief.

Das Unternehmen wandte sich ratsuchend an Efficio, um die Kosten des neuen südosteuropäischen Werks zu optimieren. Es lag bald auf der Hand, dass die Überprüfung der gesamten Lieferkette, die in allen Betrieben des Unternehmens etabliert ist, bedeutende Ergebnisse liefern würde. Bevor das Projekt fortgesetzt werden konnte, war zunächst eine Reihe von Fragen zu klären.

Es war eine Datenkonsolidierung von mehreren ERP-Systemen in verschiedenen Ländern erforderlich, aber die verschiedenen Produktionsbetriebe waren es nicht gewohnt, zusammenzuarbeiten, um Skaleneffekte zu erzielen. Viele bestehende Lieferantenbeziehungen waren seit vielen Jahren vorhanden und nicht wettbewerbsfähig, da der Klient im Beschaffungsprozess auf routinemäßige, konkurrenzfähige Angebote verzichtet hatte.

Aufgrund eines fehlenden effizienten Prognosesystems für den Materialbedarf saß der Klient darüber hinaus auf Unmengen unnötiger Bestände – mit einem Wert von bis zu 30 Millionen $ am südosteuropäischen Standort allein.

Herangehensweise

Efficio bediente sich einer zweiphasigen Herangehensweise, um unter dem Strich Kosteneinsparungen für das Kalenderjahr 2020 umzusetzen.

In der ersten Phase wurde ein fokussiertes Beschaffungsprogramm aufgelegt, um gezielt die wesentlichsten Ausgabenkategorien für Fertigungsmaterialien zu betrachten, mit der Absicht, Kosteneinsparungen sicherzustellen. Es folgte die zweite Phase, bei der längerfristige Potenziale herangezogen wurden, die dank der Implementierung effizienterer Lieferantenbeziehungen zusätzliche Effekte bewirken konnten.

Das mehrphasige Beschaffungsprogramm sah die Einbeziehung neuer bewährter und verlässlicher Lieferanten aus China vor, die unmittelbare und signifikante Einsparungen nach sich zogen. Gleichzeitig führte Efficio eine vollständige Überprüfung der unternehmerischen Lieferkette und Einkaufsprozesse durch, inklusive Fertigungsstrategie, Bedarfsplanung und der internen Aufgaben sowie Verantwortlichkeiten. Das führte zu einer grundlegenden Umgestaltung des Beschaffungsprogramms, und insbesondere zur Entwicklung einer Strategie zur Förderung langfristiger strategischer Beziehungen zu den neuen chinesischen Lieferanten.

Efficio empfahl außerdem die vollständige Auslagerung der Herstellungsanforderungen für ein unteres Marktsegment, damit der Klient gegenüber seinen Konkurrenten wettbewerbsfähig bleiben und in besagtem Segment gleichzeitig gewinnorientiert wirtschaften konnte.

Die Zusammenarbeit mit Efficio hat uns geholfen, die Vorteile eines strukturierteren Beschaffungsprozesses zu erkennen, um das Potenzial für Einsparungen in unserer Lieferkette zu erschließen. Es gab uns die Überzeugung, dass eine häufige Markteinführung zusätzlichen Wert schaffen würde.

Global Procurement and Supply Chain Director

Ergebnisse

Aufgrund der Zusammenarbeit mit dem Klienten war Efficio in der Lage, Einsparungen bei den Ausgaben Dritter in Höhe von 5 % zu identifizieren und erfolgreich zu implementieren, das EBITDA zu verdoppeln und die Erwartungen des Klienten zu übertreffen.

Darüber hinaus sind die neuen Vereinbarungen des Klienten nun vertraglich abgesichert, wobei sich über 80 % seiner externen Ausgaben auf mehrjährige Vereinbarungen mit Lieferanten stützen, was für Transparenz in Bezug auf seine wichtigsten Ausgabenkategorien sorgt. Nach der umfangreichen Überprüfung der Firmenlieferkette und der Einkaufsvereinbarungen des Unternehmens wird nun eine neue strategische Beschaffungsfunktion eingeführt.

Mit der Zeit wird es möglich sein, die globalen Lieferanten sämtlicher Fertigungsabläufe als zentrale Funktion zu managen und weitere Potenziale für den nutzbringenden Einsatz der Kaufkraft des Unternehmens freizusetzen.

Die neue Einkaufsfunktion ist nun in einer viel stärkeren internen Position und und wird als ernstzunehmender Geschäftspartner anerkannt. Der aus dem Einkauf entstehende Wert wird von der Finanzabteilung nachverfolgt und weitergeleitet, wodurch der greifbare Nutzen für das Endergebnis auf eine Weise nachgewiesen wird, die vom gesamten Unternehmen detailliert überprüft und verifiziert werden kann.