Sustainable Procurement: Der Weg zu mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit hatte noch nie einen so hohen Stellenwert wie heute. Nahezu alle Stakeholder-Gruppen priorisieren bei ihren Entscheidungen ethische Aspekte. Der Einkauf mit seinen vielfältigen Schnittstellen zu internen und externen Partnern übernimmt dabei eine Schlüsselrolle. Wie sieht Ihre Roadmap für die „grüne“ Transformation aus? 

Viele Unternehmer und Manager treffen seit Jahren intuitiv ökologisch und ethisch wünschenswerte Entscheidungen. Aber das reicht nicht. Nachhaltigkeit muss einen festen Platz in der Unternehmensstrategie bekommen. Stakeholder müssen erkennen, dass Sie sich auf den Weg gemacht haben – und zwar ernsthaft!

Einkauf als Treiber für Nachhaltigkeit 

Nachhaltigkeit macht den Unterschied! Eine nachhaltige Agenda trägt dazu bei, dass Sie bessere Investitionspartner und -bedingungen finden. „Grüne“ Kennziffern spielen auch am Finanzmarkt eine immer größere Rolle. Nachhaltige Aktivitäten ziehen neue Kunden an und stärken die Loyalität der bestehenden. Nachhaltigkeit ist auch ein Pluspunkt im Kampf um die besten Talente. Qualifizierte Mitarbeiter wollen sicherstellen, dass sie mit ihrer Arbeit „Gutes“ tun.

Zudem beschließen Regierungen immer strengere Nachhaltigkeitsgesetze. So tritt in Deutschland 2023 das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft. Die EU diskutiert gerade ein Lieferkettengesetz auf europäischer Ebene, das über die deutschen Vorgaben noch hinausgeht. Kurzum: Es wird höchste Zeit für eine Nachhaltigkeitsstrategie. Aber rund 90 Prozent der Nachhaltigkeits-Auswirkungen entstehen außerhalb der Grenzen des Unternehmens und werden von anderen Parteien in der Lieferkette verursacht. Wie lässt sich Nachhaltigkeit also konsequent in Einkauf und Beschaffung umsetzen?

Wie Sie Nachhaltigkeit für Ihre Organisation definieren 

Nachhaltigkeitsmaßnahmen sollten nach dem Drei-Säulen-Modell (Triple Bottom Line) umgesetzt werden. Denn nur, wenn soziale, ökologische und ökonomische Belange  gleichzeitig und gleichberechtigt Gehör finden, wird der Weg zu einer nachhaltigen Unternehmenskultur geebnet. Zu den drei Säulen zählen:

People – Soziale Nachhaltigkeit: Diversität und Gleichheit, faire Behandlung, ethische Arbeit und Governance, Gesundheit, Sicherheit und Schutz, Linderung der Armut, Datenschutz 

Planet – Ökologische Nachhaltigkeit: Wiederauffüllung der natürlichen Ressourcen, Sicherstellung der Lieferkette, erneuerbare Energie, nachhaltige Wasser- und Bodennutzung, Begrenzung oder Beseitigung von Emissionen und Verschmutzung, Begrenzung oder Vermeidung von Abfalldeponien, Nutzung der Kreislaufwirtschaft

Profit – Finanzielle Nachhaltigkeit: Versorgungssicherheit, Preisstabilität, Profitables Wachstum und Wettbewerbsvorteile, effiziente Prozesse, Wahrnehmung als positiver Arbeitgeber

People, Planet und Profit können sich ergänzen oder konterkarieren: Wer lokal kauft, spart Transportkosten und CO2, verzichtet aber womöglich auf Lohnkostenvorteile im Ausland. Die Kunst besteht darin, die drei Säulen so auszubalancieren, dass sie die größte Schnittmenge der eigenen und gesellschaftlichen Anforderungen bilden. Keine leichte Aufgabe. Deshalb entwickelt Efficio für Klienten maßgeschneiderte Ansätze: Angefangen von der einleitenden Phase der Identifizierung von Nachhaltigkeitspotenzialen bis hin zur Realisierung und Sicherstellung, dass diese Maßnahmen sich tatsächlich nachhaltig auswirken.

In kleinen Schritten zur Nachhaltigkeitsstrategie 

Nachhaltigkeit beginnt mit der richtigen Definition für die Organisation. Damit sichergestellt ist, dass alle Akteure zur Nachhaltigkeit beitragen, braucht es einen von der obersten Hierarchieebene definierten Auftrag. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Bemühungen um Umwelt-, Ressourcen- und Menschenrechtsschutz entlang der Supply Chain ins Leere laufen. Efficio unterstützt beim Aufbau einer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir gehen mit unseren Klienten gemeinsam – strukturiert und schrittweise vor. Unser Strategie-Ansatz basiert auf den folgenden Punkten: 

  1. Definition von Nachhaltigkeit für das Unternehmen: Dazu werden die drei bis fünf wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen ausgewählt, die für das Unternehmen Priorität haben sowie spezifische Initiativen, die diese Themen untermauern. Sollen ausschließlich Transparenz und gesetzliche Vorgaben umgesetzt oder auch progressive Veränderungen angestrebt werden?  
  2. Nachhaltigkeitszielen Werte zuordnen: Welche Kennzahlen werden von Nachhaltigkeit berührt? Es wird definiert und kommuniziert, wie Initiativen einen Mehrwert für das Unternehmen bringen werden. 
  3. Die Rolle des Einkaufs in der Lieferkette verstehen: Kann der Einkauf die führende Rolle übernehmen und hat entsprechende Kompetenzen bei Ausgabeentscheidungen? Welche Parteien sind involviert und müssen von Beginn an mit ins Boot geholt werden? 
  4. Bestandsaufnahme der Ist-Situation: Auf der Basis der vorangegangenen Schritte werden Kategorien und Lieferanten hinsichtlich des Beitrags zur Nachhaltigkeit bewertet. Beschaffungspläne und Vertragserneuerungen werden entsprechend angepasst.
  5. Nachhaltigkeit in der Planung verankern: Definition einer Warengruppenstrategie mit kurz-, mittel- und langfristigen Zielen, der eine ausgewogene Scorecard von KPIs und damit verbundenen Aktivitäten umfasst. Die Prozess-Struktur muss sicherstellen, dass bei Entscheidungen ökonomische und nachhaltige Kriterien verfolgt werden. 
  6. Umsetzung in der gesamten Lieferkette: Die nachhaltigen Maßnahmen werden in die Lieferkette integriert: Lieferantenverträge, Berichtspflichten, KPIs. Um größtmögliche Transparenz im Hinblick auf anstehende gesetzliche Vorgaben zu erlangen, sollte damit frühzeitig begonnen werden. 

Bewertung der Nachhaltigkeitschancen 

Haben Sie bereits alle Punkte umgesetzt oder können Sie Unterstützung gebrauchen? Unsere Berater verfügen über langjährige Expertise bei der Reduzierung von Risiken in Lieferketten. Wir ermitteln Ihren Nachhaltigkeits-Ist-Zustand auf Grundlage von Datenerhebungen, Reifegradbewertung, Interviews und Gap Analyse – einschließlich KPIs, Strategie und Governance. Basierend auf Best Practice identifizieren wir Ihre Potenziale und liefern den Plan zur Erreichung Ihrer Ziele. 

 

Die kleine Nachhaltigkeitsanalyse 

Die Light-Version der Efficio Nachhaltigkeitsbewertung dauert ca. drei Wochen und ist am besten für Unternehmen mit geringeren Ausgaben und niedriger Komplexität geeignet. Das Angebot konzentriert sich auf die Bewertung des Ist-Zustands, der Ermittlung konkreter Ziele für die Zukunft und einer grundlegenden Roadmap. Am Ende des Assessments steht die Priorisierung der wichtigsten Bereiche.

 

Das Nachhaltigkeits-Komplett-Paket

Unternehmen mit höheren Ausgaben, mehr Komplexität und einem Fokus auf Risikominimierung empfehlen wir eine vollständige Efficio Nachhaltigkeitsbewertung. Diese nimmt rund fünf Wochen in Anspruch. Zusätzlich zur Light-Version identifizieren unsere Berater hierbei Potenziale innerhalb der wesentlichen Warengruppen unter Einbeziehung der Stakeholder. Zudem liefern wir eine detaillierte Roadmap für Einkauf und Supply Chain.

Efficio begleitet Sie auf Ihren Weg zum „grünen“ Unternehmen. Kontaktieren Sie uns gerne für mehr Informationen oder für ein unverbindliches Angebot.