Während Unternehmen mit anhaltender technologischer Disruption konfrontiert sind, stehen Chief Transformation Officers (CTOs) zunehmend unter Druck, groß angelegte Veränderungen schneller, kostengünstiger und mit höherer Umsetzungssicherheit zu realisieren als je zuvor. Gleichzeitig sehen sie sich mit denselben strukturellen Einschränkungen konfrontiert: schrumpfende Budgets bei wachsenden Ambitionen, überlastete Projektteams und eine zunehmend fragmentierte Lieferantenlandschaft, die mit jeder neuen digitalen Initiative schwerer zu steuern ist.

Diese Herausforderungen werden durch eine steigende Exponierung gegenüber kommerziellen, operativen und Umsetzungsrisiken verstärkt. Transformationsprogramme sind heute in hohem Maße auf Drittanbieter angewiesen, doch fragmentierte Einkaufsentscheidungen und mangelnde kommerzielle Steuerung erschweren es CTOs, Programme auf Kurs zu halten. Kostenüberschreitungen, Terminverzögerungen und Leistungsdefizite sind längst eher die Regel als die Ausnahme.

Obwohl Chief Transformation Officers für diese Ergebnisse verantwortlich gemacht werden, fehlt ihnen häufig der volle Zugriff auf einen der wirkungsvollsten Hebel zur Wiedererlangung von Kontrolle: den Einkauf. Richtig eingesetzt, kann der Einkauf als echter Transformationsmotor wirken – indem er Kosten senkt, Risiken reduziert und die Umsetzungssicherheit in komplexen Veränderungsprogrammen deutlich erhöht.

Warum kommerzielle Expertise wichtig ist: Der Transformations-Versorgungsmarkt

Technologie-Transformationsprogramme sind auf spezialisierte Versorgungsmärkte angewiesen. Diese bringen jeweils unterschiedliche Chancen, Risiken und eine unterschiedliche kommerzielle Komplexität mit sich.

  • Systemintegratoren (SIs): Sie bieten starke Lieferfähigkeit, aber kommerzielle Modelle sind oft auf Aufwand statt auf Ergebnisse ausgerichtet. Meilenstein-gebundene Verträge können das Vertrauen in die Lieferung erheblich steigern.
  • BPO- & Managed-Services-Anbieter: Wir sehen eine große Varianz in Reife, Preisgestaltung und Übergangskapazität. Transparente Benchmarks, skalierbare SLAs und Schutz vor versteckten Übergangskosten sind unerlässlich.
  • Cloud- & SaaS-Anbieter: Um ausufernde Ausgaben zu verhindern, ist ein aktives kommerzielles Lifecycle-Management über das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk hinweg erforderlich, das Lizenzstrukturen, nutzungsbasierte Preise und Integrationsabhängigkeiten berücksichtigt.
  • Nischen-Technologie-KMU: Oft für Innovationen entscheidend, bringen sie jedoch Resilienz- und Kontinuitätsrisiken in Multi-Vendor-Ökosysteme. Klare Verantwortlichkeiten und kontrollierte Übergaben zwischen Anbietern sind entscheidend, um Lieferprobleme zu vermeiden.

Diese Nuancen können leicht die Kostenkontrolle, Kapazitätsverfügbarkeit und Lieferung entgleisen lassen – weshalb die feste Einbettung kommerzieller Expertise in Transformationsprogramme eine Priorität ist.

Verständnis des Potenzials des Einkaufs als strategischer Transformationspartner

Wenn der Einkauf frühzeitig und strategisch eingebunden wird, wird er zu einem der stärksten Partner eines Chief Transformation Officers bei der Sicherstellung kommerzieller und lieferbezogener Erfolge. Die Beschaffung spielt eine Schlüsselrolle bei der Risikominderung und stellt sicher, dass Transformationsteams und nicht ihre Lieferanten am Steuer sitzen.