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Die KI-Ausgaben steigen rasant. Sind Unternehmen bereit, die zunehmende Komplexität zu bewältigen?
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- Insight
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Von Geoffrey Boutin, Matthew Goodwin East, Alex Gooch, Brendan McGonigle, Maxim Sankey
Unternehmen stehen unter Druck, den Einsatz von KI schnell auszuweiten. Die damit verbundenen Ausgaben sind jedoch deutlich schwieriger vorherzusagen. Während sich KI unter Mitarbeitenden, in der Softwareentwicklung, in Geschäftsprozessen und in Unternehmenssoftware verbreitet, müssen Finanz- und Technologieverantwortliche Experimente ermöglichen und zugleich besser verstehen, wie viel KI kostet, welche Faktoren die Gesamtausgaben bestimmen und wie sie sich entwickeln.
Vielen Unternehmen fehlt diese Transparenz bislang. Die KI-Ausgaben können mit zunehmender Nutzung rasch steigen, sich zwischen Nutzenden und Anwendungsfällen erheblich unterscheiden und von den gewählten Tools und Modellen abhängen. Zugleich entstehen KI-Kosten immer häufiger innerhalb bereits bezogener Produkte und Dienstleistungen. Das erschwert den Gesamtüberblick.
Um dieser Herausforderung frühzeitig zu begegnen, müssen Unternehmen die verschiedenen Quellen der KI-Ausgaben und ihre Kostentreiber verstehen. Ein klareres Bild der Nachfrage ermöglicht realistischere Prognosen, zeigt Handlungsbedarf auf und schafft eine bessere Grundlage für fundierte kommerzielle Entscheidungen.
Warum KI-Ausgaben schwer vorherzusagen sind
Bei herkömmlicher Software bieten Lizenzen und Nutzerzahlen häufig eine relativ stabile Grundlage für die Budgetplanung. KI-Ausgaben können dagegen nach oben unbegrenzt sein und sich auch nach dem ersten Kauf erheblich verändern.
Je nach Dienst wird pro Nutzerlizenz, Guthaben, Token-Verbrauch oder nach einer Kombination dieser Modelle abgerechnet. Auch die Nutzung schwankt stark. Eine kleine Gruppe von Mitarbeitenden oder Teams kann unverhältnismäßig viel verbrauchen. Entwicklerteams haben häufig ganz andere Anforderungen als Personen, die einen allgemeinen KI-Assistenten nur gelegentlich nutzen. Leistungsstarke Premium- beziehungsweise Frontier-Modelle und zusätzliche Funktionen können den Verbrauch weiter erhöhen.
Unternehmen legen daher mitunter Budgets fest und gehen Verpflichtungen gegenüber Anbietern ein, bevor genügend Nutzungsdaten vorliegen, um den üblichen Bedarf einzuschätzen. Mit zunehmender Verbreitung kann der tatsächliche Verbrauch deutlich von diesen Annahmen abweichen und sie häufig erheblich übersteigen.
Damit stellen sich schnell drei Fragen: Warum verändern sich die Ausgaben? Wer verursacht sie? Welches Budget benötigen wir künftig?
Für Antworten reicht es nicht, die KI-Gesamtrechnung zu betrachten. Unternehmen müssen die unterschiedlichen Nachfragequellen dahinter verstehen.