Lieferkettengesetz – Webinar zum kommenden Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)

Es ist amtlich: Am 3. März 2021 hat das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf für das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) auf den Weg gebracht und am 11. Juni 2021 wurde es vom Bundestag beschlossen. Letztlich folgte am 25. Juni 2021 die Zustimmung des Bundesrates, sodass das neue Lieferkettengesetz verabschiedet wurde. Aktueller Stand: Ab dem 1. Januar 2023 tritt es für die ersten Unternehmen in Deutschland in Kraft, ab dem 1. Januar 2024 folgen zahlreiche weitere. Mit unserer breit gefächerten Erfahrung als Supply-Chain- und Einkaufsberater bieten wir Ihnen ein Webinar an, in dem wir Sie über alle relevanten Informationen für Ihr Unternehmen in Kenntnis setzen.

Zunächst betrifft das Lieferkettengesetz in Deutschland ansässige Unternehmen und Unternehmen mit einer Zweigniederlassung gemäß § 13 d HGB mit mindestens 3.000 Beschäftigten. Ein Jahr später gilt es dann auch für Unternehmen mit mindestens 1.000 Beschäftigten. Doch: Auch Unternehmen mit weniger als 1.000 Beschäftigten sollten das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz kennen, da sie nicht selten als direkte Lieferanten für betroffene Unternehmen agieren. Kurz gesagt hat das Lieferkettengesetz das verantwortungsvolle Management von Lieferketten zum Ziel.

Insbesondere geht es darum, international anerkannte Menschenrechte und bestimmte Umweltstandards zu berücksichtigen – verpflichtend. Daher müssen menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken entlang der Supply Chain ermittelt und ihnen vorgebeugt werden. In unserem Seminar verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der über die reine Information hinausgeht – im Zentrum stehen unter anderem diese Fragen:

  • Welche Verpflichtungen/Sorgfaltspflichten haben Unternehmen?
  • Welche Risiken gibt es?
  • Welche Unternehmen sind entlang der Lieferkette betroffen?
  • Wie lässt sich das LkSG in die Nachhaltigkeitsstrategie Ihres Unternehmens einbetten?

Wozu sind Unternehmen laut Lieferkettengesetz verpflichtet?

Im ersten Schritt müssen Unternehmen also sowohl menschenrechtliche als auch umweltbezogene Risiken ermitteln, die es im zweiten Schritt zu minimieren gilt. Solche Risiken können sein:

  • Menschenrechtliche Risiken
    • Kinderarbeit: Mindestalter
    • Kinderarbeit: schlimmste Formen
    • Zwangsarbeit
    • Sklaverei
    • Sicherheit bei der Arbeit
    • Koalitionsfreiheit
    • Gleichbehandlung bei der Arbeit
    • Angemessener Lohn
    • Einwirkungen auf Boden, Wasser, Luft
    • Landraub
    • Exzessive Gewaltanwendung durch Sicherheitskräfte
    • Jedes weitere Verhalten, das unmittelbar geeignet ist, in besonders schwerwiegender Weise Menschenrechte zu beeinträchtigen und dessen Rechtswidrigkeit bei verständiger Würdigung aller in Betracht kommenden Umstände offensichtlich ist.
    • Umweltbezogene Risiken Verarbeitung/Produktion/Ausfuhr von:
      • Quecksilber
      • Persistenten organischen Schadstoffen
      • Gefährlichem Abfall

Laut Lieferkettengesetz sind Unternehmen dazu verpflichtet, für identifizierte Risiken und bei substantiierter Kenntnis Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Diese Bemühungen müssen dokumentiert und jährlich veröffentlicht werden. Hierzu sei jedoch gesagt, dass im Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz keine Erfolgspflicht, sondern lediglich eine Bemühungspflicht zur Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen gefordert ist. Was das genau bedeutet, erläutern wir Ihnen gerne in unserem Webinar.

Vom Lieferkettengesetz betroffene Unternehmen und deren Sorgfaltspflichten (aktueller Stand)

Damit Sie Ihrer Pflicht der Risikodefinition gemäß Lieferkettengesetz nachkommen können, müssen Sie zunächst unbedingt festhalten, welche Unternehmen zu Ihrer Supply Chain gehören. Neben dem eigenen Geschäftsbereich (Obergesellschaft und alle Konzerngesellschaften) gehören dazu unmittelbare Zulieferer (direkte Vertragspartner) und mittelbare Zulieferer (alle weiteren Zulieferer, mit denen keine direkte Vertragsbeziehung besteht).

Um diese breite Masse an Daten und Informationen bearbeiten zu können, umfasst das LkSG folgende Sorgfaltspflichten:

  • die Einrichtung eines Risikomanagements
  • die Festlegung einer betriebsinternen Zuständigkeit
  • die Durchführung regelmäßiger Risikoanalysen
  • die Abgabe einer Grundsatzerklärung
  • die Verankerung von Präventionsmaßnahmen im eigenen Geschäftsbereich und gegenüber unmittelbaren Zulieferern
  • das Ergreifen von Abhilfemaßnahmen
  • die Einrichtung eines Beschwerdeverfahrens
  • die Umsetzung von Sorgfaltspflichten in Bezug auf Risiken bei mittelbaren Zulieferern
  • die Dokumentation und Berichterstattung

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Sie sehen: Das neue Lieferkettengesetz beinhaltet viele Forderungen, die bestens gekannt werden sollten. Außerdem betrifft es gleich mehrere Bereiche, sodass Sie Ihre Supply Chain vollständig analysieren, bewerten und mitunter sogar neu aufstellen müssen. Damit Sie dabei stets den Überblick behalten und strategisch vorgehen können, bieten wir Ihnen in unsere Unterstützung an – auch über das Webinar hinaus.

Mit uns als Partner profitieren Sie auch davon, dass wir das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz stets unter einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie betrachten. Die sogenannte "Triple Bottom Line" berücksichtigt diverse soziale, ökologische und finanzielle Aspekte. Melden Sie sich am besten direkt für unser nächstes Lieferkettengesetz-Seminar an und erfahren Sie mehr über das Gesetz an sich und unseren Ansatz für Ihr Unternehmen. Kontaktieren Sie uns auch gerne für eine individuelle Beratung zur Erstellung einer Roadmap zum LkSG!